Das Imperium

Hexe

Wunder geschehen. Sie scheinen manchmal sehr gewöhnlich zu sein, aber sie werden dadurch nicht weniger wunderbar. Ein dokthischer Lord kann sich in ein Bauernmädchen verlieben. Und sie sogar heiraten. Sie können in Liebe und Eintracht zusammenleben und eine hübsche und von allen geliebte Tochter zur Welt bringen. Verenea hatte Glück, genau eine solche Geschichte hatten ihren Eltern. Das Mädchen wuchs von ihren Eltern geliebt und vergöttert auf, und die Lords in der Nachbarschaft haben sich, wenn auch zähneknirschend, mit der Schrulle ihres Nachbarn abgefunden. Der Vater bastelte mit ihr verschiedene Mechanismen, und die Mutter brachte ihr kleine weibliche Geheimnisse und Alltagsweisheit bei.

Ihr sechzehnter Geburtstag versprach, ein glücklicher Tag in Vereneas Leben zu werden. Sie ist endlich mit ihrem ersten selbstständigen Projekt fertig geworden - einem Mechanischen Persönlichen Flugapparat (BesEn). Der Vater lachte lang über diesen Namen, aber war trotzdem stolz auf seine Tochter. Und die Mutter lächelte einfach und schenkte ihr ein Kätzchen. Ein kleines, schwarzes, flauschiges Geschöpf. Das Leben war schön.

Wunder geschehen. Manchmal sind diese Wunder so schrecklich, dass man sich wünscht, sie wären nie geschehen. Am selben Tag stieg der Lord hinunter in ein geheimes Verlies, um einen Helden, der im Kampf gegen Bestien gefallen war, zum Leben zu erwecken. Dem erfahrenen und weisen Lord, der die Wiederbelebung bereits einige Dutzend Male durchgeführt hatte, ist nur ein kleiner Fehler unterlaufen.

Die Explosion des Prime-Induktors war schrecklich. Das Schloss fiel wie ein Kartenhaus zusammen. Die türkisblaue Flamme stieg bis zum Himmel, fiel wieder hinunter und hinterließ einen verkohlten Trichter. Als Verenea zu sich kam, sah sie nur Schutt um sich herum. Ihr ganzer Körper brannte, die türkisblauen Todeslachen um sie herum verpesteten die Luft mit ihrem Dunst. Und nur das Geschrei der Krähen, das Sausen des Windes und ein leises, klägliches Miauen unterbrachen die Todesstille. Wie betäubt, ohne das Geschehene richtig zu begreifen, griff sie nach ihrem BesEn, der neben ihr lag, schob seinen Stiel unter die Steinplatte, drückte mit aller Kraft darauf und kippte den Block um. Da fand sie Nero - ihr Kätzchen. Mit gebrochenem Rückgrat und den Verbrennungen von Prime. Es hatte wohl nicht mehr lange zu leben. Wie benebelt nahm Verenea den Kleinen vorsichtig auf den Arm, aktivierte mit letzter Kraft den Prime-Antrieb des Besens und fiel bewusstlos darauf...

Der Lärm zog die Aufmerksamkeit des Lord Hagens auf sich, dessen Ländereien an die Ländereien des Vaters von Verenea grenzten. Aus der Richtung des Waldes hörte man Schreie: „Eine Hexe! Eine Hexe!“ Die Bewohner flohen, gepackt vom Grauen. Der Anblick war auch wirklich sonderbar. Aus dem Wald flog im Tiefflug ein futuristisch aussehender Besen heraus, auf dem ein schönes, aber mit grauenhaften Wunden bedecktes Mädchen bewusstlos lag und wie durch ein Wunder nicht herunterfiel. Ein merkwürdiges Wesen mit Katzenkopf und einem Körper aus Rauch. Es flog um das Mädchen herum, als bäte es um Hilfe. Egal, wer oder was es war, es brauchte offensichtlich Hilfe.

Die Einheimischen konnten das Mädchen gesund pflegen. Die Prime-Explosion durchdrang ihren Körper und machte sie zur Heldin. Und die letzte gute Tat vor dem Tod schenkte ihr einen ewigen Freund und Begleiter. Nero ist seinem Frauchen auch nach dem Tod treu geblieben und zusammen mir ihr als ihr Familiar auferstanden. Wunder geschehen. Sie scheinen manchmal sogar unglaublich zu sein, aber sie werden dadurch nicht weniger wunderbar. Die Hexe Verenea wusste es wie niemand Anderes und war nicht besonders überrascht, als sie nach einiger Zeit hörte, dass auch in den anderen Lordschaften ähnliche Heldinnen erschienen. Sie lächelte nur geheimnisvoll, setzte sich auf ihren von den dokthischen Wissenschaftlern generalüberholten Besen und flog begleitet von einer Rauchspur los, um ihre „Schwestern“ kennenzulernen.

Talente

Fluch der Hexe

Die Gegner, die durch die Angriffe und die Klassentalente der Heldin geschädigt wurden, erleiden für einige Sekunden mehr Schaden. Vom eigenen Terrain stehlen die Angriffe auf die verfluchten Ziele die Energie des Gegners (vom Maximum von Kraft und Intelligenz abhängig davon welche Stärker ist).

Familiar

Familiar greift die Feinde an beginnend mit dem ausgewählten Ziel, und geht jedes mal zum nächststehenden Ziel über. Angegriffen vom Familiar erleiden die Ziele für mehrere Sekunden physischen Schaden. Beim Fehlen von Feinden in der Umgebung oder beim Einsetzen des Talents gegen sich selbst kehrt Familiar zur Heldin zurück. Nach dem Erlernen des Talents „Unmäßige Neugierde“ fügt Familiar zusätzlich für eine bestimmte Dauer physischen Schaden zu, auch öffnet er die Sichtbarkeit und kann sich weiter von der Heldin entfernen.

Magische Verstärkung

Die Heldin erhöht für einige Sekunden ihre Geschwindigkeit, die Kontrolleffekte wirken bei ihr nicht. Ein wiederholter Einsatz des Talents innerhalb einer bestimmten Zeit verbraucht mehr Energie als der vorherige. Nach dem Erlernen des Talents „Spur des Schreckens“ hinterlässt die Hexe, wenn sie das Talent „Magische Verstärkung“ für den ursprünglichen Preis einsetzt, eine Spur hinter sich, die die Feinde innerhalb von dieser Spur für einige Sekunden in Panik versetzt.

Energiefreisetzung

Bei aktivem Talent fügen die Angriffe der Heldin einen zusätzlichen physischen Schaden zu. Dabei wird Energie verbraucht. Nach dem Erlernen des Talents „Grenzen des Erlaubten“ erhöht jeder Angriff die Gewandtheit der Heldin (von der Intelligenz) für einige Sekunden. Der Effekt multipliziert sich um eine bestimmte Anzahl.

Fluch der Zerbrechlichkeit

Für einige Sekunden erhöht sich der Schaden für einen angegebenen feindlichen Helden, abhängig von seiner aktuellen und maximalen Gesundheit, oder bis der zusätzliche Gesamtschaden ein bestimmtes Niveau (vom Maximum von Kraft und Intelligenz) erreicht. Nach dem Erlernen des Talents „Schrecken des Fluchs“ gerät das Ziel des Talents „Fluch der Zerbrechlichkeit“ für einige Sekunden in Panik und bekommt mehr Schaden.

 

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