Das Imperium

Scharfschütze

 

Die Adornier kannten seinen richtigen Namen nicht, und kaum einer hatte den Scharfschütze je aus der Nähe gesehen: Der verwegene Reiter tauchte stets plötzlich auf, traf mit seinen Pfeilen unfehlbar ins Schwarze und verschwand wieder.

Jahrelang übte er das Bogenschießen, und selbst als er diese Kunst meisterlich beherrschte, setzte er das Training fort. Sein Motto "Es geht immer noch besser" galt auch für sein Lieblingspferd, seinen hervorragend dressierten, ergebenen Begleiter und Freund, der ihn ohne Worte verstand. Der Reiter benutzte niemals eine Gerte oder Sporen, und selbst das gestickte Zaumzeug legte er dem Pferd nur zur Zierde an.

Die Feinde träumten davon, den Scharfschützen zu vernichten, auf ihn wurde ein Kopfgeld ausgesetzt, doch selbst die Helden des Königreiches hatten keinen Erfolg, bis sich ein talentierter Magier – der Hexenmeister - einmischte. Die Adornier verbreiteten Gerüchte über eine Karawane von Gefangenen aus dem Dokth-Imperium, die jeden Augenblick am Egisar ankommen sollte. Der Schütze verlor keine Minute, sprang auf den treuen Graumähnigen und ritt zum Egisar. Doch sowohl die Reihe von angeketteten Sklaven wie auch die auseinandergestobenen Wachen stellten sich als eine Illusion heraus. Die kunstvolle Magie des Zauberers hatte ein Trugbild erzeugt, und mitten hinein ritt der beste Bogenschütze des Imperiums. Der bodenlose Sumpf, voll von giftigen Prime-Ausdünstungen, verschlang den berühmten Krieger. Die Feinde hatten ihn nicht mit Stärke, sondern nur mit List besiegen können, und der Hexenmeister erhielt seine verdiente Belohnung.

Der Scharfschütze jedoch blieb am Leben. Die magische Falle, die durch das Prime mehrfach verstärkt wurde, veränderte ihn auf eine furchtbare Weise, indem sie ihn mit seinem Lieblingspferd verschmolz. Und einen Tag später kam aus dem übelriechenden Sumpf ein mächtiger Zentaur, der voller Leid, Hass und Rachegelüste war.

Zur Erinnerung an den treuen Freund behielt der Schütze das Zaumzeug und machte es zu seinem Katalysator. Es erinnert ihn ständig an den Verlust und lässt ihn die Schuldigen nie vergessen. Auf dem Schlachtfeld übernimmt der ungestüme Zorn, fast an der Grenze zur Tollwut, die Kontrolle über den Helden, doch er trifft nach wie vor noch jedes Ziel beim Bogenschießen.

Talente

Blutung

Die Angriffe des Helden fügen dem Feind blutende Wunden zu, was dazu führt, dass dieser in den drei Sekunden nach dem Angriff weiterhin an Gesundheit verliert. Außerdem ist der blutende Feind für den Helden immer sichtbar.

Verzauberter Pfeil

Der Held schießt auf das Ziel mit einem Verzauberten Pfeil, der dem ersten Feind in seiner Fluglinie Schaden zufügt. Der Treffer reduziert die Regeneration der Gesundheit des Ziels. Nach dem Erlernen des Talents „Präzisionsschuss“ wird blutenden Gegner 50% mehr Schaden zugefügt.

Wilder Ruf

Der Held bläst in das Kriegshorn, wobei die Gerissenheit aller Verbündeten im Umkreis erhöht wird. Bei Verwendung auf eigenen Terrain erhöht sich der Bonus auf die Gerissenheit.

Leidenschaftliche Jagd

Der Held erhöht für 5 Sekunden die Geschwindigkeit eines bestimmten Verbündeten um 50%. Nach dem Erlernen des Talents „Schnelligkeit des Jägers“ erhöht der Held nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Beweglichkeit des Verbündeten. Nach dem Erlernen vom „Jagdfieber“, erhält der Held durch die „Leidenschaftliche Jagd“ ebenfalls einen identischen Bonus. Bei der Verwendung auf eigenem Terrain erhöht sich dieser Effekt.

Vernichtender Schuss

Der Held spannt seinen Bogen und schießt einen Pfeil in die angegebene Richtung, der allen Gegnern auf seiner Flugbahn Schaden zufügt. Je stärker er den Bogen spannt, desto stärker wird der Schuss sein. Das Talent „Spur der Verwüstung“ vergrößert den Schadensbereich des Pfeils sowie den Schaden selbst.

 

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